AIDAcara



Bewertung AIDAcara

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Gastronomie: 9,0
Service: 8,5
Landausflüge: 9,3
Unterhaltung: 8,3
Gesamt: 9,3

3 ausführliche Bewertungen:

An Bord der AIDAcara

Die AIDAcara war das erste Kreuzfahrtschiff für die heute sehr bekannte Reederei AIDA Cruises. Bis Dezember 2001 war sie unter dem einfachem Namen „AIDA – Das Clubschiff“ im Einsatz. Die charakteristische und wunderschöne Bemalung mit Augen, Lidschatten und Kussmund wurde von einem Grafiker mit viel Liebe entworfen. Diese Bemalung hat die AIDAcara als erstes Schiff erhalten. Sie ist heute ein charakteristisches Erkennungsmerkmal für alle Schiffe von AIDA Cruises. Mit einer Bruttoraumzahl von 38.557 ist die AIDAcara vermessen und ist damit heute deutlich das kleinste Schiff in der AIDA-Flotte.

Bau und Indienststellung
Die Idee zur Gründung von AIDA kam von zwei Hamburger Kaufleuten. Diese waren Eigentümer der Deutschen Seereederei. In einer gemütlichen Atmosphäre entwickelt sie ein Konzept für Kreuzfahrten. Im August 1994 konnte dann der Vertrag für den Bau eines Clubschiffes, zwischen einer finnischen Werft und der Reederei unterschrieben werden. Die AIDAcara mit der Baunummer 1337 wurde im September 1995 auf einer Werft in der Stadt Turku dann auf Kiel gelegt. Im Februar 1996 erfolgte der Stapellauf. Die Übergabe des Schiffes erfolgte im Juni 1996 in Warnemünde. Getauft wurde die erste AIDA dann durch die Frau des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog.

Die Umbaumaßnahmen
Ende April 2005 wurde das Schiff AIDAcara in einer Firma in Rostock ausführlich umgebaut und renoviert. Bei dieser Umgestaltung wurden 44 Außenkabinen zusätzlich mit Balkonen ausgestattet. Daraus entstand dann eine Sichteinschränkung. Deswegen erhielten die zwei Brückennocks eine elektrisch ausfahrbare Plattform. Diese bietet jetzt eine ideale Sicht beim Manövrieren. Außerdem wurde das Areal des Restaurants auf dem Außendeck im Heckbereich vergrößert. Die Kosten des Umbaus betrugen etwa 2,5 Millionen Euro.

Im November 2007 lag das Schiff in einer Werft in Palermo. In dieser Zeit hat man den Gästebereich renoviert. Darunter die Diskothek, der Eingangsbereich und ein Teil des Spa-Bereiches. Im September 2009 wurden dann kleinere Renovierungsarbeiten in Hamburg vorgenommen. Kabinen wurden erneuert und das Restaurant erweitert.

Im März 2011 war die AIDAcara wieder in Hamburg. Dort fand dann eine Auffrischung des Wellness-Bereiches statt. Außerdem erhielt sie zusätzlich einen Golfsimulator und einen neuen Lack. Wartungsarbeiten wurden ebenfalls durchgeführt.

Antrieb und die Maschinenanlage
Das Schiff ist mit einer klassischen Maschinen- und Antriebsanlage ausgestattet. Dabei laufen vier mittelschnelle 4-Takt-Dieselmotoren gepaart über ein sogenanntes Reduktionsgetriebe. Bei den Motoren handelt es sich um die sogenannten 6-Zylinder-Reihenmotoren, die einen Abgasturbolader besitzen. Alle Motoren haben einen Hubraum von etwa 650 Liter. Die Propeller und Motoren laufen mit weitgehend gleichbleibender Drehzahl.

Mit elektrischer Energie erfolgt die Hauptversorgung über zwei Wellengeneratoren. Außerdem stehen noch drei weitere Generatoren zur Verfügung.

Über zwei Halbbalance-Schweberuder im hinteren Teil des Schiffs, geschieht die Steuerung. Diese werden beim Manövrieren von zwei zusätzlichen Querstrahlanlagen unterstützt. Damit die Rollbewegungen gedämpft werden, ist das Schiff mit Flossenstabilisatoren gerüstet.

Bordeinrichtungen und Kabinen
Im Gesamten besitzt die AIDAcara 590 Passagierkabinen in den verschiedensten Kategorien. Diese befinden sich auf dem unteren Passagierdeck. Wie oben schon erwähnt, stehen nach den Umbaumaßnahmen von 2005 auch noch 44 Balkonkabinen zur Nutzung frei. Manche Kabinen können, je nach Ausstattung, sogar mit vier Personen besetzt werden. Im vorderen Bereich der AIDAcara befinden sich vier Premium-Suiten und zwölf Junior-Suiten. Sie besitzen eine Fläche von je 35 beziehungsweise 25 Quadratmetern. Über ein eigenes Sonnendeck verfügen nur die Premium-Suiten. Dafür haben die Junior-Suiten einen seitlich angeordneten Balkon.

Auf den oberen vier Decks sind die öffentlichen Bereiche. Einige Einrichtungen wurden auf dem Schiff erstmalig verwirklicht. Aufgrund des Erfolges wurden diese Einrichtungen in teilweise abgewandelter Form für alle Clubschiffe von AIDA Cruises übernommen. Im Bug des Schiffs befindet sich ein Theater, welches sich über zwei Decks ausbreitet. Es ist für insgesamt 700 Zuschauer eingerichtet. Anstatt der herkömmlichen Sessel, ist es mit Amphitheater-ähnlichen Sitzbänken ausgestattet.

Eine Fläche von ca. 1.100 Quadratmetern umfasst der Wellness-Bereich. Außerdem bietet das Schiff einige Sportmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Volleyball- und Basketballfeld oder einen Golfsimulator. Zusätzlich ist auf dem Sonnendeck auch noch ein abgetrennter FKK-Bereich zu finden.


Reiseberichte