Piraten-Kreuzfahrt: Verband deutscher Reeder fordert Vorsicht
Der Verband deutscher Reeder (VDR) hat seine Mitglieder bei Fahrten durch den Gold von Aden zu aller größter Vorsicht gemahnt. Wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet, verweisst der VDR-Hauptgeschäftsführer Hans-Heinrich Nöll darauf, dass man den Reedern keine Vorschriften machen kann, jedoch weist er darauf hin, dass es um viele Menschenleben geht und das ein Vorfall mit Piraten natürlich entsprechend negative Auswirkungen auf das zukünftige Kreuzfahrt-Geschäft haben dürfte.
Bis Ende März sollen nach derzeitigen Planungen noch 4 Kreuzfahrtschiffe das Gebiet durchqueren. Dazu gehört auch die MS Deutschland der Reederei Deilmann. Außerdem besteht der Costa Europa und der MS Astor Ende März eine Durchquerung des Gebietes bevor. Die Unternehmen wollen sich bisher noch nicht entscheiden, wie sie reagieren werden. Durchaus möglich und vermutlich sogar das Wahrscheinlichste ist, dass sie wie andere Reedereien reagieren und das “Piratengebiet” ohne Passagiere durchqueren werden. Deilmann-Kreuzfahrten verweist auch darauf, dass man unter deutscher Flagge fährt und daher gegebenenfalls Geleitschutz durch die Marine beantragen will. Es ist allerdings mehr als ungewiss, ob Geleitschutz gewährt werden würde. Die allgemeine Meinung ist, dass Kreuzfahrtschiffe in diesem Seegebiet einfach nichts zu suchen haben.
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