Katharina von BoraDie Peter Deilmann-Reederei aus Neustadt in Holstein hat Insolvenz für ihre Flusskreuzfahrt-Sparte angemeldet. Mit ihren neun Kreuzfahrtschiffen hat die Reederei unter anderem die Flüsse Rhein, Donau, Oder und Rhône befahren. Grund hierfür ist ein massiver Umsatzrückgang bei den Flusskreuzfahrten. Die Wirtschaftskrise dürfte hierzu ihren Teil beigetragen haben, denn ein guter Teil der Passagiere kommt aus den USA. So beklagt die Reederei dass grade die Passagiere aus den USA und Großbritannien ausbleiben. Der Umsatzrückgang soll immerhin 50 Prozent betragen. Doch 2009 soll der Betrieb noch wie geplant weiterlaufen. Bereits im März hat Peter Deilmann mit der Dresden und Köngistein zwei der neun Flusskreuzfahrtschiffe für die Saison 2009 außer Dienst gestellt. 250 Mitarbeiter bangen nun für die Zukunft um ihren Arbeitsplatz.

Den Passagieren steht wegen des Insolvenzverfahrens kein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Bleibt für sie zu hoffen, dass ihre Flusskreuzfahrten reibungslos verlaufen.

Der Betrieb des Hochseekreuzfahrtschiffes, der MS Deutschland, soll hingegen normal weiterlaufen. Auf diesen Bereich möchte sich die Reederei Peter Deilmann zukünftig konzentrieren. Von der Insolvenz ist dieser Bereich auch nicht betroffen. Bis vor kurzem gab es sogar noch Pläne die Hochsee-Flotte zu erweitern. Diese Pläne wurden allerdings angesichts der Wirtschaftskrise erst einmal auf Eis gelegt.

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