FTD-Interview mit Bernard Meyer

ET am 18. Januar 2010

Die Financial Times Deutschland hat ein Interview mit Bernard Meyer – Chef der Papenburger Meyer Werft – geführt. Er befürchtet, dass sich der deutsche Schiffbau halbiert und sieht weltweit Überkapazitäten von 50 Prozent im Schiffbau. Aktuell hat die Meyer Werft noch Aufträge für 4 Mrd. Euro in den Büchern stehen. Mit dem Bau der Schiffe ist man noch bis Ende 2012 beschäftigt. 2010 wird ein Umsatz von 1,2 Mrd. Euro erwartet – der größte Teil davon stammt aus dem Bau von 3 Kreuzfahrtschiffen.

Hört sich eigentlich gut, aber bis spätestens Ende des Jahres sollten sich neue Aufträge in den Büchern der Meyer Werft finden, denn dann stehen erste Mitarbeiter ohne Arbeit da, denn der Bau von Kreuzfahrtschiffen hat eine lange Vorlaufzeit. Langfristig zeigt sich der Werft-Chef gegenüber der FTD zuversichtlich und sieht den Kreuzfahrtmarkt weiter boomen. Aktuell soll sich die Meyer Werft in Verhandlungen um Neuaufträge befinden. Hier ranken sich immer wieder Gerüchte um Neubestellungen von Princess Cruises.

Bernard Meyer bereitet insbesondere die auf den Markt drängende asiatische Konkurrenz sorgen. Was vor allem für sinkende Preise sorgt. Entsprechend legt man Wert darauf wettbewerbsfähig zu bleiben und investiert viel Geld in die Modernisierung.

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