ARD: Die Giganten von der Ems
Heute abend zeigt die ARD die Dokumentation “Die Giganten der Ems”. Der Film zeigt den Bau von Kreuzfahrtschiffen auf der Papenburger Meyer Werft. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der Bau der “Celebrity Solstice” und die anschließende Ems-Überführung. Und so beschreibt man bei der ARD die Doku:
Wenn ein neues Traumschiff die Meyer-Werft Richtung Nordsee verlässt, kommen Tausende um zu staunen: 315 Meter lang sind die Kreuzfahrtschiffe der neuesten Generation, eigentlich viel zu groß für das kleine Flüsschen Ems. Die Überführung – eine Zitterpartie. Denn einige der größten und schönsten Kreuzfahrtschiffe der Welt werden im Landesinnern gebaut – in Papenburg, 40 Kilometer vom Meer entfernt. Ausgerechnet mitten in der deutschen Provinz hat Werftchef Bernard Meyer einen kleinen Familienbetrieb zur Weltgeltung geführt.
Es ist ein hartes Geschäft. 600 Millionen Euro ist ein neues Schiff wert; ein halbes Jahr Beschäftigung sichert es den 2500 Beschäftigten der Werft. Und so wird um jeden neuen Auftrag hart gerungen. Werftchef Meyer muss im Wettbewerb um den Bau der Kreuzfahrtriesen seinen mittelständischen Betrieb gegen riesige Werftkonglomerate aus Finnland, Italien und Korea behaupten.
Ein halbes Jahr lang konnte ein Radio Bremen-Team dokumentieren, unter welchem immensen Druck die Traumschiffbauer stehen. Die Kamera begleitet den Werftchef und seine Mitarbeiter bei der Fertigstellung eines Ozeanriesen im Wettlauf mit dem Ablieferungstermin, beim Entwurf immer spektakulärerer Schiffe und bei den Vertragsverhandlungen mit amerikanischen Reedereibossen für neue Aufträge. Mindestens zwei Kreuzfahrtschiffe muss Bernard Meyer am Ende des Jahres verkauft haben, sonst ist die Werft nicht ausgelastet. Doch der Firmenchef in sechster Generation empfindet die Aufgabe nicht als Last: „Traumschiffe zu bauen, ist die schönste Arbeit der Welt.“
Die Giganten von der Ems
ARD
Mittwoch, 22.10.2008, 23:30 Uhr, 45 Minuten
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